Patronat: Preußen
Bruno stammte von den Grafen von Querfurt ab und wurde um das Jahr 947 geboren. In Magdeburg besuchte er die Domschule und wurde anschließend Domherr von St. Moritz.
996 begleitete er König Otto III. als dessen Hofkaplan nach Rom, wo sich dieser von Papst Gregor V. zum Kaiser krönen ließ. Bruno blieb in Italien und trat als Mönch in das Alexiuskloster in Rom ein (etwa 998). Rund zwei Jahre später ging er in eine Einsiedelei in der Nähe von Ravenna und wurde dort Schüler des Heiligen Romuald.
Später widmete sich Bruno von Querfurt der Missionierung der heidnischen Völker im Osten. 1004 wurde er von Erzbischof Tageno von Magdeburg zum »Erzbischof der Heiden« geweiht. Nicht umsonst ist der Reisesack in der Kunst eines der Attribute des Heiligen: Bruno reiste ab 1005 für die nächsten Jahre durch Ungarn, Westrussland und Polen und versuchte mit nur mäßigem Erfolg, die Völker dort zum Christentum zu bekehren. Im Jahr 1009 wurde er mit 18 seiner Gefährten in der Nähe von Braunsberg (»Berg des Brun«), heute Braniewo in Polen, von heidnischen Einheimischen erschlagen.
Bruno hinterließ die Niederschrift des Lebens von Adalbert von Prag (956–97; Heiliger), der vor ihm als erster Apostel der Preußen galt. Auch sein Schriftwechsel mit Kaiser Heinrich II. (König 1004, Kaiser 1014–24; Heiliger) stellt für Chronisten eine wertvolle Quelle dar.
Darstellung: auf einem Esel reitend oder als Märtyrer, dem Hände und Füße abgeschlagen werden
Attribute: Reisesack; Beil (Martyrium)

Quelle: Herder-Verlag









