Kapelle „Maria zum guten Trost“ in Öhningen

Die Kapelle „Maria zum guten Trost“ steht am nördlichen Rand des Kloster-Areals. Zusammen mit der benachbarten Vogtei (heute Rathaus) und der Stiftskirche umschließt sie den Kirchplatz.
 
Die kleine Kapelle wurde gleichzeitig mit der Stiftskirche im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts erbaut und ist zweigeschossig ausgeführt.
 
Im Obergeschoss befindet sich der Kapellenraum. Aus dem 17. Jahrhundert stammen das Vortragkreuz und der Altar. Im 19. Jahrhundert wurden die Altarblätter ersetzt; dabei wichen die Darstellungen des heiligen Blasius und der heiligen Elisabeth (oben) den Darstellungen Mariens als Trösterin der armen Seelen und des heiligen Michaels (oben). An der bemalten Altarwand sind die Seligpreisungen zu lesen.
 
 
Das Untergeschoss mit seinem Tonnengewölbe diente schon immer als Beinhaus. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts fanden hier die Öhnin­ger Augustiner-Chorherren ihre letzte Ruhestätte.
 
      
 
Im Dachreiter hängt seit 1954 eine kleine Glocke, geweiht dem Erzengel Mi­chael und gestiftet von dernach den Wirren des Dreißigjährigen Krieges 1661 gegründeten Totenbruderschaft Öhningen-Ramsen. 

Die großzügige Renovierung und Unterhaltung der kleinen Totenbruderschaftskapelle ist nicht das einzige Engagement der Totenbrüder in heutiger Zeit.
 
 
Das Innere der Kapelle ist nicht frei zugänglich.