Friedhofskirche St. Jakobus in Öhningen

Die Kapelle St. Jakobus in Öhningen ist eine spätgotische Saalkirche und dient als Friedhofskirche.
 
Das Patrozinium wird am oder um den 25. Juli gefeiert, dem Gedenktag des Heiligen Jakobus des Älteren, eines der zwölf Apostel Jesu Christi. Das Patrozinium weist auf den Stifter und Bauherren, Fürstbischof Jakob Fugger.
 
Das für eine Friedhofskapelle recht große, schlicht gehaltene Gotteshaus wurde 1610 erbaut und war zeitweise mehr als nur einfache Friedhofs­kapelle.
Dem saalartigen Langhaus schließt sich im Osten der Chorraum in rechteckigem Grundriss an.
 
Die zwei Kruzifixe stammen aus dem 17 . und 18. Jahrhundert.
 
Der barocke, reich marmorierte Hochaltar wurde 1762 von Johann Konrad Wengner geschaffen, dem Hofmaler der Kons­tanzer Bischöfe. Er zeigt die bei Mt 20, 20ff geschilderte Szene vom Dienen und Herrschen: Jesus fragt Jakobus und Johannes, ob sie den Kelch trinken können, den er trinken werde.
 
Das Gestühl stammt aus dem Jahr 1771.
 
Nach der letzten Sanierung erhielt die Kirche 2012 einen Zelebrationsaltar und einen neuen Ambo. Beides wurde aus Eichenholz von der einheimischen Schreinerin Eva Straub geschaffen.
 
 

Glocken

 
Im Dachreiter über dem Chordach befinden sich folgende Glocken:
 
Nr. Name Gussjahr Gießer, Gussort Durchmesser
Masse
Schlagton  
1 Jakobus 1956 Friedrich Wilhelm Schilling, Heidelberg   500 mm     79 kg fis''-3  
2 Josef 1956 Friedrich Wilhelm Schilling, Heidelberg   420 mm     46 kg a''-2  
 
In einem offenen Gerüst neben der Friedhofskirche hängen drei der vier Glocken des historischen Geläuts der Öhninger Klosterkirche.
Sie kamen 1965 als klingendes Kriegerdenkmal hierher, da sie als Geläut der Klosterkirche nicht mehr dem Wunsch nach Klangreinheit und Harmonie entsprachen. Die Glocken besitzen noch ihre barocken Joche (1651 bzw. 1738) und kunstvoll geschmiedete Originalbeschläge.
 
Nr. Name Gussjahr Gießer, Gussort Durchmesser
Masse
Schlagton  
1 Christkönigsglocke 1551 Hans von Bregenz 1290 mm 1250 kg f'  
2 Maria und Josef 1664 Stephanus Mollot aus Lothringen   850 mm   600 kg    
3 Wetterglocke 1771 Gießhütte Schalch, Schaffhausen   540 mm   125 kg    
(4) Marienglocke 1681 Leonhard u. Ulrich Rosenlecher   420 mm     im Konventsaal
 
Die vierte, kleinste Glocke des historischen Geläuts ist auch erhalten. Sie war vor dem Ersten Weltkrieg gesprungen und steht heute im Konventsaal des Öhninger Klosters.
 
 
Weitere Bilder sind noch nicht fertig, sie werden noch entwickelt...  
 
 

 
Hier wird gebaut...
Demnächst mehr...
Man darf gespannt sein...