Goldenes Priesterjubiläum Pfr. Gaßmann

 
50 Jahre Helfer der Freude
Es passt, dass Pfr. Wolfgang Gaßmann sein 50. Priesterjubiläum am Pfingstsonntag feiert. Seine Art, den Gottesdienst zu leiten, und seine Worte bekräftigen, dass er sich nicht nur zu diesem Amt berufen fühlt, sondern eben auch von Gott gesandt. Dieser und nicht er steht somit im Mittelpunkt der Sonntagsmesse, wie auch schon nahezu in seinem gesamten Leben.
 
Und doch kommen viele Gläubige von der gesamten Höri, seine Familienangehörigen, Freunde und Bekannte seiner Lebensstationen gerade wegen ihm in die Kirche St. Leonhard nach Weiler. Daher lässt er in der Predigt die Gäste an seinen Wirkungsorten im Priesteramt teilhaben. Geprägt von der Aufbruchsstimmung des Zweiten Vatikanischen Konzils und der 68er-Studentenbewegung lebt er stets nach dem Wahlspruch seines Weihejahrgangs 1974 „Wir sind nicht Herren eures Glaubens, sondern Diener eurer Freude“. Dies zeigt sich nicht nur in Äußerlichkeiten, wie der Ablehnung der Anrede „Hochwürden“, sondern auch in der konsequenten Umsetzung von Verkündigung, Gottesdienst und Sorge. Dabei gilt sein besonderes Augenmerk der Jugend, ob in Eppelheim, Lahr, Lörrach, Ballrechten-Dottingen, Rheinfelden oder Wollmatingen und Allensbach.
 
Auch in den persönlichen Gesprächen mit den vielen Gratulanten betont er immer wieder, wieviel Energie er auch selbst von den jungen Menschen aller Couleur bei Zeltlagern, der Ministrantenarbeit oder Freiluftmessen zurückbekommen hat. Der Kraft des Heiligen Geistes bedurfte er dann mehr bei der Ausübung von verwaltungsmäßigen Ämtern, für die er nie ausgebildet wurde, und bei zu vielen endlosen Sitzungen der unterschiedlichsten Räte. Hier hilft ihm auch der Spruch, der Konrad Adenauer zugeordnet wird: „Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, es gibt keine anderen.“
 
Unterstützung findet er aber auch immer bei seiner Familie und den Menschen an seiner Seite. So auch nach der Pensionierung in Moos. Seine Wahl, am See zu bleiben, hat er nie bereut. Hier hat er seinen geliebten Handlungsspielraum, und hier ist seine Mitarbeit auch weiterhin gefragt. Dies bestätigt mit der Übergabe eines Präsentkorbes nicht nur Stefan Hutterer, leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit Höri, sondern auch Birgit Wiedenbach, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates. Zusammen haben sie dann auch nach dem Gottesdienst, der musikalisch von einer Abordnung des Musikvereins Bankholzen unter der Leitung von Petra Hein und Wilfried Weber an der Orgel mitgestaltet wurde, zu einem gut ausgestatteten Stehempfang zu Ehren des Jubilars eingeladen.