Perspektiven für junge Menschen in Kamerun

18.02.2026 | Misereor eröffnet am Wochenende im Bistum Limburg seine Fastenaktion

Das Bistum Limburg rüstet sich zur Eröffnung der Fastenaktion des katholischen Entwicklungshilfswerks Misereor. An verschiedenen Orten der Diözese finden ab Donnerstag Veranstaltungen rund um das Thema der Fastenaktion statt, bevor am Sonntag, 22. Februar, die Aktion mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Hofheim offiziell gestartet wird. Das ARD-Fernsehen überträgt die Messe ab 10 Uhr live. Mit dem Leitwort „Hier fängt Zukunft an“ rückt Misereor bei seiner diesjährigen Fastenaktion die Situation junger Menschen in Kamerun in den Blickpunkt.  
 
In der kamerunischem Hauptstadt Douala sind 70 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner jünger als 35 Jahre. Viele von ihnen leben unterhalb der Armutsgrenze. Es mangelt an Jobs und Ausbildungsplätzen, und vielfach bleibt jungen Menschen hier nichts anderes übrig, als in ungesicherten bzw. schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen tätig zu sein. Prekäre Lebensbedingungen und Perspektivlosigkeit sind die Folge. 

Ein unabhängiges und würdevolles Leben als Ziel 

Hier setzt die von Misereor geförderte kamerunische-Partnerorganisation CODAS-Caritas Douala an. Sie unterstützt junge Menschen dabei, durch eine qualifizierte Ausbildung die Voraussetzung für ein unabhängiges und würdevolles Leben zu schaffen. Die Organisation übernimmt Teile der Ausbildungskosten, erschließt zukunftsträchtige Berufsfelder für junge Menschen und begleitet sie auf ihrem Weg in den regulären und fair bezahlten Arbeitsmarkt. 
 
Kamerun ist dabei nur eines von vielen Ländern, in denen junge Menschen große Schwierigkeiten haben, ihre eigene Zukunft zu sichern. Weltweit waren zuletzt mehr als 20 Prozent der 15- bis 24-Jährigen weder erwerbstätig, noch befanden sie sich in einer Aus- oder Weiterbildung. 

Zahlreiche Menschen in ganz Deutschland engagieren sich

Misereor möchte mit der Fastenaktion 2026 nicht nur auf solche globalen Zusammenhänge aufmerksam machen, sondern auch Menschen in Deutschland inspirieren, sich zu engagieren – durch Spenden, durch persönliches Engagement und durch solidarisches Handeln. Zahlreiche Menschen in Pfarreien, Schulen, Verbänden und Eine-Welt-Gruppen sammeln während der Fastenzeit Spenden für Misereor, das in 83 Ländern mehr als 3000 Projekte von Partnerorganisationen in der Entwicklungszusammenarbeit fördert.
 
Über vielfältige Aktionen wie Solibrot, Solilauf, Fastenessen oder Coffee Stop unterstützen die Ehrenamtlichen die Arbeit des Hilfswerks. Bundesweit informieren auch von Misereor eingeladene Gäste aus Kamerun über die Situation in ihrem Land. Mit der parallel laufenden Kinderfastenaktion wird die Thematik auch für Menschen zwischen fünf und zwölf Jahren altersgemäß aufbereitet. Am 5. Fastensonntag, 22. März, werden dann in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands Spenden für die Arbeit von Misereor gesammelt.  

Gespräch im Weingut und Hungertuch-Ausstellung 

Im Bistum Limburg findet im Rahmen der Eröffnungstage der Fastenaktion am Donnerstag, 19. Februar, um 17 Uhr im Weingut Schreiber in Hochheim am Main eine gesellige Runde mit Austausch, Begegnung, Gespräch und kurzen Impulsen zum Thema der Fastenaktion statt. Dabei wird auch der Misereor-Soliwein zur Verkostung angeboten. Am Freitag, 20. Februar wird um 17 Uhr im Foyer der Stadthalle Hofheim eine Ausstellung zu 50 Jahren Misereor-Hungertüchern eröffnet. Um 19.30 Uhr zeigt der Filmpalast Hofheim den Film „Der (neue) gute Deutsche“, in dem es um den früheren kamerunischen König Rudolf Duala Manga Bell und die deutsche Kolonialgeschichte geht. Im Anschluss gibt es ein erläuterndes Gespräch zum Film.
 
Am Samstag, 21. Februar, treffen um 11 Uhr verschiedene Gruppen von Misereor-Hungertuchwallfahrerinnen und Hungertuchwallfahrer am Tivertonplatz in Hofheim ein, bevor es dann um 12 Uhr einen Impuls und einen Wallfahrerinnen- und Wallfahrer-Gottesdienst mit Erzbischof Stephan Burger in der Kirche St. Vitus in Kriftel gibt. Zu den Veranstaltungen sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Ebenfalls herzlich willkommen sind jeder und jede zu einem Empfang im Anschluss an den TV-Gottesdienst. Dieser startet am Sonntag, 22. März, um 11.30 Uhr in der Stadthalle Hofheim. 
 
(Misereor)
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