Hungertuch-Wallfahrer stehen für Solidarität

21.02.2026 | Erzbischof Stephan Burger hebt in der Predigt zur Misereor-Fastenaktion ein besonderes Engagement hervor

Freiburg. Seine Wertschätzung für die Misereor-Hungertuch-Wallfahrer hat Erzbischof Stephan Burger im Gottesdienst in der Kirche St. Vitus in Kriftel (Main-Taunus-Kreis) am Samstag (21.02.) zum Ausdruck gebracht. Die Aktiven würden durch ihr Engagement die Teilhabe der von Not betroffenen Menschen mit unterstützen helfen. „Misereor wirkt daran mit, diese zerbrochene Welt, die gebrochenen Menschen auf dieser Welt, die Geschundenen und Benachteiligten nicht ihrem Schicksal zu überlassen“, hob der Erzbischof in seiner Predigt hervor. Im Bistum Limburg wird am Wochenende die Misereor-Fastenaktion eröffnet.
 
Seit dem Jahr 1986 verbindet die Hungertuchwallfahrt den Eröffnungsort der Misereor-Fastenaktion aus dem Vorjahr mit dem Ort der Eröffnung im aktuellen Jahr – im Jahr 2026 geht die Wallfahrt von Kirchähr nach Hofheim am Taunus. Die Wallfahrer tragen das Hungertuch in fünf Tagesetappen über insgesamt rund 60 Kilometer und informieren auf dem Weg über das Hungertuch und die Anliegen von Misereor. 

Zuneigung erfahren

Wie dankbar die von Misereor unterstützten Menschen sind, erlebt der Erzbischof immer wieder bei seinen Besuchen – wie zuletzt auf seiner Reise nach Kamerun. Auch durch das Engagement der Hungertuch-Wallfahrer würden die vom Leben Benachteiligten etwas von der Zuneigung und Liebe Jesu erfahren – „was ansonsten nicht geschehen würde“. Für ihren Einsatz, die Bereitschaft und jeden zurückgelegten Kilometer dankte der Erzbischof den Wallfahrern.

Unterjochung durchbrechen

Gute Gründe, sich auf den Weg zu machen, führe sehr eindrücklich das Buch Jesaia aus. Denn es gehe darum, mit der Aktion darauf aufmerksam zu machen und so mitzuhelfen, dass die Unterjochung von Menschen durchbrochen werden kann – „dass Hungernde gespeist werden, dass Gebeugte sich wieder aufrichten können, dass dort ein Licht angemacht werden kann, wo ansonsten nur die Dunkelheit vorherrschen würde“. 
 
(mf)
 
  
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