Seligsprechungsverfahren P. Titus Helde SDS

Neue Website zum Verfahren

Der Radolfzeller P. Titus (Josef) Helde SDS (1905–1945) auf dem Weg zur Seligsprechung.

Primiz P. Titus Helde, Hintergrund tw. KI generiert
 
Er stellte sich schützend vor Frauen und bezahlte diesen mutigen Einsatz mit seinem Leben. P. Titus (Josef) Helde SDS gilt bis heute als Glaubenszeuge und Märtyrer, dessen Tod in den letzten Kriegstagen tiefen Eindruck hinterließ.
 
 

Mit dem Gedenken zum 80. Todesjahr von P. Titus Helde (1905–1945) wuchs erneut das Bewusstsein innerhalb der „Gesellschaft des göttlichen Heilands“ (Salvatorianer), dass er als ein „Zeuge des Glaubens“ (Märtyrer) und als ein zeitgemäßes Vorbild für Zivilcourage, Solidarität und Nächstenliebe der breiten Öffentlichkeit – über die eigene Ordenswelt hinaus – vorgestellt und als „Fürsprecher bei Gott“ ans Herz gelegt werden soll. 
 
Die neue Website zum Seligsprechungsverfahren:
 
P. Titus (Josef) Helde wurde am 5. Mai 1905 in Radolfzell am Bodensee geboren und arbeitete zunächst als Bankangestellter, bevor er 1926 in Steinfeld in die salvatorianische Gemeinschaft eintrat. Zwölf Jahre dauerte seine Ausbildung zum Ordenspriester – die Weihe empfing P. Titus am 29. Juni 1938 –, welche ihn über Lochau, Heinzendorf, Passau, Hamberg, Graz, Wien nach Mistelbach führte.
In dieser Zeit hatte sich das politische Klima vollkommen verändert: Die Nationalsozialisten waren in Deutschland an die Macht gekommen (1933) und hatten Österreich annektiert (1938); auf dem ganzen Gebiet der NS-Diktatur kam es infolge zur konsequenten wie strukturellen Unterdrückung des katholischen Klerus.
Aber auch am Ende des Krieges und danach, war Gewalt keine Seltenheit. Im Gegenteil, die vorrückenden russischen Soldaten agierte äußerst brutal und rücksichtslos. So kam es, dass P. Titus sich am 21. April 1945 vor eine Gruppe Frauen stellte, um sie vor Übergriffen zu schützen, und deswegen von einem Rotarmisten erschossen wurde.
Bald nach seiner Beerdigung hörte man bereits die Worte:
Mit gutem Recht nennen ihn die Gläubigen einen Märtyrer. Es wurde viel um ihn getrauert, viel für ihn gebetet, vielleicht noch mehr zu ihm gebetet.“
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