Ja, was ist wichtig für Sie von mir zu wissen? Ich bin 65 Jahre alt, seit über 30 Jahren verheiratet mit Maria Elena Flores Tapia aus Camiri in Bolivien und wir haben zwei Kinder, Alejandra und Martin, die beide erwachsen sind.
Nach einer Berufsausbildung als Modellschreiner und dem Abitur auf dem zweiten Bildungsweg studierte ich an der katholischen Universität in Eichstätt Sozialarbeit/Sozialpädagogik mit Schwerpunkt Entwicklungspolitik. Danach arbeitete ich vier Jahre im Bistum Hildesheim als Referent für politische Bildung und Bolivienpartnerschaft. In dieser Zeit lernte ich meine Frau kennen. Nach einer dreijährigen Zeit als Entwicklungshelfer in der Produktions- und Ausbildungsschreinerei der bolivianischen Pfadfinder in Cochabamba lebte ich mit meiner Familie vier Jahre mit sechs betreuten Kindern und Jugendlichen als Kinderdorfvater im Pestalozzi Kinderdorf in Wahlwies. Es schlossen sich dreizehn Jahre als Sozialpädagoge im Massnahmenzentrum Kalchrain bei Hüttwilen in der Schweiz an, einem Rehabilitationszentrum für jugendliche Straftäter. Meine letzten acht Arbeitsjahre war ich in Frauenfeld als Leiter der Diakonie (Caritas) in der katholischen Kirchgemeinde FrauenfeldPLUS und Pfarrei St. Anna tätig und bin jetzt seit August pensioniert.
Seit wir als Familie 2003 von Wahlwies nach Horn zogen, war mir das Engagement in der Pfarrei wichtig. Ab 2004 arbeitete ich zehn Jahre lang im Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Höri mit. Zusammen mit Gabriele Heß und Marie-Luise Mäder gestalten meine Frau und ich die Taizé-Gebete, wirken im Kirchencafé-Team in Horn mit und sind als Lektoren und Kommunionhelfer tätig.
Meine religiösen und spirituellen Wurzeln liegen im Geist des zweiten vatikanischen Konzils, der lateinamerikanischen Befreiungstheologie und den ökumenischen Ansätzen zur Völkerverständigung der Taizé-Bruderschaft. Ein großes Vorbild ist für mich unser verstorbener Papst Franziskus.
Mein Herzensanliegen als Mitglied im Pfarreirat ist, dass die Gläubigen unserer Pfarrei gehört werden und auf Augenhöhe mit Hauptamtlichen und Pfarrern den Glauben und das Leben in unserer neuen Pfarrei mitgestalten können. Ich freue mich darauf, die nächsten fünf Jahre für Sie und hoffentlich auch mit Ihnen in der neuen Pfarrei St. Zeno Radolfzell und besonders auf der Höri tätig zu werden.
Christoph Oechsle










