
In den letzten 15 Jahren fand ich eine zusätzliche Berufung: Zunächst arbeitete ich zehn Jahre nebenberuflich in einem Pflegeheim und lernte dabei auch die Hospizarbeit kennen. Seit zwölf Jahren engagiere ich mich als Hospizbegleiterin und seit letztem Jahr zusätzlich ehrenamtlich als Trauerbegleiterin.
Mit meinem Mann habe ich drei Kinder, die hier auf der Höri zuhause und sehr in ihrer Heimat verwurzelt und engagiert sind. Ich freue mich, viel Zeit mit ihnen und meinen drei Enkelkindern verbringen zu dürfen. Die Familie ist für mich Halt und Kraftquelle.
Deshalb möchte ich Sie hier an den Antworten auf einige Fragen teilhaben lassen, die im Laufe meiner Kandidatur zum Pfarreirat aus der Familie gestellt wurden:
Warum hast Du Dich entschlossen nochmals für das Amt zu kandidieren?
Es war nicht von Anfang an klar, dass ich mich für das Amt zur Verfügung stelle. An der Vorbereitung auf die neue Kirchengemeinde war ich in der Projektleitung beteiligt. Daher habe ich dann nach reiflicher Überlegung entschieden, am Start mit diesen Erfahrungen dabei zu sein und so mitzuerleben, wie die Theorie zur hoffentlich erfolgreichen Praxis wird.
Wie lange engagiere Du dich schon ehrenamtlich?
Ich war und bin schon immer in verschiedenen Vereinen und Organisationen tätig. In der Kirche begann mein ehrenamtliches Engagement vor 30 Jahren mit Erstkommunionvorbereitung, daraus wurde dann Ministrantenarbeit in Schienen, Lektorendienst und die Arbeit im Pfarrgemeinderat.
Ich finde, das Ehrenamt ist ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft.
Was ist Deine Vorstellung wie Kirche wieder zukunftsfähig sein kann vor allem auch für junge Familien?
Die Kirche muss sich mit gesellschaftlichen Entwicklungen und den Lebenswirklichkeiten der Menschen auseinandersetzen und Fehler der Vergangenheit aufarbeiten, Gottesdienste sollten von den Bedürfnissen der Besucher her gedacht und gestaltet werden. Das heißt vor allem auch, den Familien, Kindern und Jugendlichen Aufmerksamkeit zu schenken mit z.B. in anderen Gottesdienstformaten wie z.B. Spielplatzgottesdienste, Angebote speziell für Kinder und Jugend. Dabei sollten die Traditionen aber trotzdem nicht in Vergessenheit geraten.
Was ist mir persönlich wichtig?
Mir ist auch ganz wichtig, alle Menschen im Blick zu behalten und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Menschen in besonderen Lebenssituationen wie Krankheit, Tod und Trauer brauchen unsere Aufmerksamkeit besonders in ihrem Alltag.
Ich freue mich auf meine Aufgabe im Pfarreirat und hoffe auf viele Anregungen von dort und umgekehrt von Euch allen, damit wir uns gut einbringen können.
Birgit Wiedenbach









