Netzwerk stärkt Gleichstellungsarbeit in den (Erz-)Bistümern

23.06.2026 | Gleichstellungsbeauftragte treffen sich zum Austausch in München

München. Sieben Gleichstellungsbeauftragte aus sieben deutschen (Erz-)Bistümern trafen sich zu einem Vernetzungstreffen in München. Im Fokus standen ein Austausch zu den aktuellen Herausforderungen im Bereich Geschlechtergerechtigkeit sowie die gemeinsame Zukunftsfähigkeit des Netzwerks. 
 
„Der Austausch mit den Kolleginnen aus den anderen Bistümern ist wertvoll und für die Gestaltung der eigenen Arbeit vor Ort hilfreich. Wir profitieren gegenseitig von den jeweiligen Erfahrungen und Fachkompetenzen“, so Katharina Dötsch, Gleichstellungsbeauftragte des Erzbistums München und Freising, die das Netzwerktreffen in München organisiert hatte. Erzbischof Kardinal Reinhard Marx und Amtschefin Dr. Stephanie Herrmann gaben den Besucherinnen einen Einblick in aktuelle Entwicklungen im Erzbistum München und Freising. Diskutiert wurde auch, wie Gleichstellungsarbeit besonders wirkungsvoll umgesetzt und gefördert werden kann. 
 
Amtschefin Dr. Stephanie Herrmann berichtete von den Erfahrungen mit der Förderung und Ermutigung von Frauen zur Übernahme einer Leitungsposition durch gezielte Ansprache und im Rahmen von Mentoring-Angeboten. Seit vielen Jahren beteiligt sich das Erzbistum München und Freising am Mentoring-Programm des Hildegardis-Vereins, um Frauen für Führungspositionen zu qualifizieren und zu gewinnen. 
 
Als weitere Instrumente wurden Tandem-Modelle in Leitungsfunktionen angesprochen. Kardinal Reinhard Marx sprach sich für eine Förderung der Möglichkeiten aus, auch in Teilzeit Führungsverantwortung übernehmen zu können. Er verwies zudem auf eine positive Entwicklung im Bereich der Erzdiözese, wo in den vergangenen Jahren mehr Leitungspositionen mit Frauen im Ordinariat, aber auch in den Pfarreien, bspw. im Rahmen von Pfarrbeauftragtenmodellen oder auch im Bereich der Verwaltungsleitungen besetzt werden konnten. Für mehr Gleichberechtigung müsse dieser Weg kontinuierlich fortgesetzt werden.
 
Die Teilnehmerinnen waren sich einig, dass der regelmäßige Austausch zwischen den (Erz-)Bistümern ein wichtiger Faktor ist, um Gleichstellungsarbeit weiterzuentwickeln und erfolgreiche Ansätze sichtbar zu machen. Zurzeit gibt es in elf der insgesamt 27 deutschen (Erz-)Bistümer Gleichstellungsbeauftragte.
 
v.l.n.r.: Marlies Hennen-Nöhre (Leiterin der Arbeitsstelle Frauenseelsorge dbk), Michaela Lampert (Freiburg), Susanne Kramer (Trier), Katharina Dötsch (München und Freising), Kardinal Reinhard Marx (Erzbischof München und Freising), Dr. Stephanie Herrmann (Amtschefin im Erzbischöflichen Ordinariat München), Andrea Langenbacher (Rottenburg-Stuttgart), Astrid Franssen (Bamberg), Jutta Weigert (Hildesheim) und Laura Heimühle (Hamburg)
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