Patronat: Diözese Eichstätt; der Gittermacher
Willibald, um 700 geborener Sohn des angelsächsischen Edelmanns Richard von Wessex (Heiliger), wurde wie seine jüngeren Geschwister Wunibald (Heiliger) und Walpurga (Heilige) in einem Kloster in Südengland erzogen und ging im Jahr 720 mit Vater und Bruder auf Pilgerfahrt nach Rom. Nach dem Tod des Vaters in Lucca (Toskana) blieben die beiden in Italien, traten in Rom in ein Kloster ein und studierten Theologie. Nach einer Reise ins Heilige Land kehrte Wunibald zunächst in die Heimat zurück, während Willibald für zwei Jahre nach Konstantinopel ging und dann bis 739 im vom Heiligen Benedikt gegründeten Kloster auf dem Monte Cassino bei Neapel als Mönch lebte. Auf der Rückreise nach England wurde er in Rom von Papst Gregor III. (Heiliger) auf Veranlassung von Bonifatius (organisierte von 738 bis zu seinem Märtyrertod 754 als päpstlicher Legat u. a. die mitteldeutsche und fränkische Kirche; Heiliger), der Überlieferung nach ein Onkel Wunibalds, in die deutsche Mission berufen und zog nach Eichstätt (Altmühltal). Dort erhielt er 740 die Priesterweihe, und am 21. Oktober 741 wurde er in Sülzenbrücken bei Erfurt von Bonifatius zum ersten Bischof von Eichstätt geweiht. Willibald ließ den Eichstätter Dom und das Kloster errichten und missionierte, unterstützt von einer schnell wachsenden Zahl von Mönchen und Priestern, sehr erfolgreich im bayerischen, fränkischen und schwäbischen Raum. 751 gründete er zusammen mit seinem Bruder Wunibald, der seit 740 in Thüringen und in der Oberpfalz missioniert sowie als Seelsorger in Mainz gewirkt hatte, das Benediktinerkloster Heidenheim, das sich zu einem bedeutenden religiösen Zentrum Süddeutschlands entwickelte und nach Wunibalds Tod im Jahr 761 von ihrer Schwester Walpurga geführt wurde. Willibald starb am 7. Juli 787 in Eichstätt – acht Jahre nach Walpurga – und wurde in »seinem« Dom beigesetzt. Im Jahr 870 überführte man die Gebeine von Wunibald und Walpurga nach Eichstätt, und Mitte des 12. Jahrhunderts wurden auch die Reliquien ihres Vaters Richard von Lucca nach Eichstätt gebracht.
Darstellung: als Bischof im Ornat; oft zusammen mit seinem Vater Richard und seinen Geschwistern Wunibald und Walpurga
Attribute: Stab, Mitra; Rationale (Schulterschmuck) mit den Worten Fides (Glaube), Spes (Hoffnung) und Caritas (Liebe); Buch (Evangelium); zwei Pfeile (Symbole für seine erfolgreiche Mission)

Quelle: Herder-Verlag









